Ausreichend Schlaf für Grundschüler

Wichtig für konzentriertes Lernen

Ein Kind im Grundschulalter braucht nach Angaben von Experten etwa zehn bis zwölf Stunden Schlaf. Wenn Sie also Ihr Kind gegen halb sieben Uhr wecken, damit es inklusive eines geruhsamen Frühstücks pünktlich um acht Uhr in der Schule ist, sollte es abends kurz nach dem Sandmann ins Bett gehen. Das erscheint vielen Eltern sehr früh.

 

Viele Gründe für Schlafmangel

In den meisten Familien sorgt das Zubettgehen immer wieder für Diskussionen. Das ist einer der Gründe, warum Kinder immer weniger schlafen. Aber es gibt noch andere: Früher hieß es schlicht: „Licht aus!“ Wenn dann noch unter der Bettdecke ein spannendes Kapitel zu Ende gelesen wurde, war das im Grunde kein Problem, weil es zeitlich absehbar war.

Heute aber liegt nicht selten der Gameboy auf dem Nachttisch – und wer damit erst einmal anfängt, findet so schnell kein Ende. Vollgestopfte Kinderzimmer mit Spielzeug und immer neuen Ablenkungsmöglichkeiten verursachen Stress, ein andauerndes Gefühl, etwas verpassen zu können, das langsam, aber sicher ruhelos macht. Da geht es Kindern nicht anders als Erwachsenen. So wächst derzeit eine Generation auf, die sich unzähligen Alternativen zum Schlafen gegenüber sieht.

 

Zu wenig Schlaf macht Kinder krank

Die  Folgen  andauernden Schlafmangels bei Kindern sind Wachstumsstörungen und    eine    Dauerbelastung    für   das    Immunsystem.   Dazu   kommen   häufig emotionale Unausgeglichenheit, ein deutlich höheres Risiko für Hyperaktivität und Konzentrationsschwäche. Müde Schulkinder sind anfälliger für allerlei Krankheiten und einfach schlechter drauf.

 

Einschlafregeln aufstellen

 

  • Sorgen Sie bei Ein- oder Durchschlafschwierigkeiten zunächst für gute Rahmenbedingungen: Lassen Sie weiterhin ein Nachtlicht brennen, die Tür (zumindest einen Spalt) geöffnet und das Fenster nach Möglichkeit gekippt. Die Raumtemperatur sollte nicht zu hoch sein. Um die 16 Grad sind ideal.
  • Achten Sie darauf, dass keine laufenden Elektrogeräte im Kinderzimmer deponiert sind. Computer, Handys, Fernseher und auch Radiowecker im Kinderzimmer rauben aufgrund elektromagnetischer Emissionen Ihrem Kind die Ruhe.
  • Halten Sie auch bei Ihrem Kind im Grundschulalter ein festes Einschlafritual ein. Abendbrot, Zähneputzen und Waschen, eine Gute-Nacht-Geschichte und vielleicht zuvor noch eine kleine Unterhaltung über die wichtigsten Ereignisse des Tages. 
  • Im Sommer schlafen Kinder schlechter ein. Es bleibt einfach abends zu lange hell und es ist zu warm, als dass sich ein Gefühl gemütlicher Bettschwere entwickeln könnte. Wechseln Sie im Sommer helle Gardinen im Kinderzimmer deshalb gegen dunklere aus oder installieren Sie zusätzlich ein Rollo. 
  • Wenn es jeden Abend Diskussionen gibt, haben Sie zwei Möglichkeiten. Entweder Sie bestehen darauf, dass immer zur selben Zeit geschlafen wird. Das kann im Einzelfall sehr nervenzehrend aber erfolgreich sein. Oder aber Sie werfen ein- bis zweimal wöchentlich alle guten Vorsätze über Bord. Dann darf Ihr Kind beispielsweise am Freitag und Samstag länger aufbleiben, dafür muss es aber in der Woche rechtzeitig ins Bett. Meist pendelt sich das Gleichgewicht zwischen Schlafbedarf und Schlafbereitschaft etwa im Alter von acht Jahren ein.

© vitawo 2010